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Denis Hermann & Erdal Kaynar: Dynamiken des Konstitutionalismus und politischer Wandel im Osmanischen Reich und Qajar Iran

Januar 28 @ 7:00 p.m.9:00 p.m.

 

Buchpräsentation
28.1.2026, 19:00 Uhr
Orient-Institut Istanbul

Veranstaltungssprache: Englisch
Diskutant*innen: Anja Pistor-Hatam, Ahmet Kuyaş

 

Anlässlich des 150. Jahrestags des Kanûn-ı Esâsî von 1876 lädt dieses Buch zu einer Neubewertung der Geschichte des Konstitutionalismus im Qadscharischen Iran und im Osmanischen Reich ein. Entgegen Interpretationen, die die persischen und osmanischen Revolutionen von 1906 und 1908 als gescheiterte Modernisierungsversuche in einer von demokratischen Werten grundlegend fernen Region bewerten, begreift es den Konstitutionalismus als eine soziale und intellektuelle Bewegung, die die politische Landschaft in einem transimperialen Raum, der die (post-)osmanischen und persischen Gebiete umspannte, radikal veränderte. Die verschiedenen Kapitel widmen sich der Entwicklung neuer politischer Ideen, Formen der öffentlichen Diskussion, visueller Rhetorik, Arbeiteraktivismus und gemeindeübergreifenden Bewegungen. Sie zeigen auf, wie der Konstitutionalismus Werteverschiebungen und Veränderungen im Alltag förderte und damit der Politik einen völlig neuen Möglichkeitsraum eröffnete. Der Austausch von Ideen, die Entwicklung einer neuen politischen Sprache sowie verschiedene Formen der Mobilisierung begründeten den Konstitutionalismus als eine historisch zentrale Erfahrung, deren Kernfragen nach Legitimität und Demokratie bis heute fortwirken.

Erdal Kaynar, Ph.D. (2012), ist Associate Professor für Neuere Geschichte an der Universität Straßburg. Er arbeitet zur intellektuellen und politischen Geschichte des späten Osmanischen Reiches. Zu seinen Publikationen zählt L’héroïsme de la vie moderne. Ahmed Rıza (1858–1930) en son temps (Peeters, 2021).

Denis Hermann, Ph.D. (2007), ist Historiker und Forscher am CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) sowie derzeitiger Direktor des CeRMI (Forschungszentrum zur iranischen Welt). Er ist spezialisiert auf die Geschichte des modernen Iran und des Schiitentums; zu seinen Publikationen gehört unter anderem Le shaykhisme à la période qajare. Histoire doctrinale et sociale d’une École chiite (Brepols, 2017).

Derzeit interessiert er sich besonders für die politisch-philosophische Literatur, die von den Ulama während der Kadscharenzeit produziert wurde. Kürzlich schloss er seine habilitation à diriger des recherches mit einem Manuskript ab, das den Titel Production littéraire et culture politique des oulémas en Iran qajar: du miroir des princes au constitutionnalisme trägt und das er nun zu einem Buch ausarbeitet.

 

Die Buchpräsentation findet in Kooperation mit dem Institut français d’études anatoliennes (IFEA) und dem Orient-Institut Istanbul statt.

 

Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos.
Für die Teilnahme vor Ort melden Sie sich bitte über das Formular unten an.
Für die Online-Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.

 

Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen gemacht. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Aufnahmen auf der Website, im Newsletter und in den Social-Media-Kanälen des OII einverstanden. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

 

VERANSTALTUNGSORT
Orient-Institut Istanbul
Galip Dede Cad. 65, Şahkulu Mah., TR – 34421 Istanbul
Tel: +90 212 293 60 67
oiist@oiist.org |
oiist.org

 

ANMELDUNG
Für die Teilnahme vor Ort registrieren Sie sich bitte hier:

Event Registration – Denis Hermann & Erdal Kaynar: Constitutionalism Unbound: Constitutional Dynamics and Political Transformation in the Ottoman and Qajar Lands
 

 

ONLINE-TEILNAHME
Bitte nutzen Sie folgenden Zoom-Link (keine Anmeldung erforderlich):
https://maxweberstiftung.zoom-x.de/j/62809683834?pwd=WFxo36xDGmbl4wuGn55Cg05wXBzrxd.1

ID: 628 0968 3834
Passwort: 606979

Details

Veranstalter

  • Lena Alpozan
  • Telefon +90 – 212 293 60 67
  • E-Mail alpozan@oiist.org

Veranstaltungsort