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Emeritus Prof. Dr. Günay Kut:ʿAvnî Dîvânı (Fatih Sultan Mehmet) (1432–1481)

Dezember 4 @ 11:00 a.m.12:00 p.m.

4.12.2025, 11:00-12:00
Orient-Institut Istanbul
Sprache: Türkisch

 

Sultan Mehmed, der bereits im Alter von 21 Jahren (1453) Konstantinopel eroberte, erhielt daraufhin den Beinamen Fatih. Als Dichter verfasste er einen eigenen Dîvân, der erstmals 1904 von Georg Jacob in Berlin veröffentlicht wurde. Die drei noch erhaltenen Handschriften befinden sich in der Ali-Emiri-Sammlung der Millet Yazma Eserler Kütüphanesi. (Ali Emiri, Manzum 305, 530, 531). Jacobs Edition basiert auf den Gedichten aus einer Anthologie der Universitätsbibliothek Uppsala und weiteren Gedichten aus der Ata Tarihi, sowie den Tezkires von Sehî, Latîfî und Hasan Çelebi.

Der Dîvân wurde bislang viermal ediert von:

  • Sıtkı Bilmen, Istanbul 1944
  • Kemal Edip Ünsel, Fatih’in Şiirleri, Ankara: TTK, 1946
  • Ahmed Aymutlu, Fatih Şiirleri, Istanbul: MEB, 1992
  • İskender Pala, „Şair FatihIn: İstanbul Armağanı, Bd. 1: Fetih ve Fatih, Istanbul: Büyükşehir Belediyesi, 1995, S. 283–322.

 

Die in Ali Emiri, Manzum 305 überlieferte Handschrift umfasst 26 Blätter (1b–22b) und beinhaltet insgesamt 70 Gedichte. Ali Emiris (1857–1924) Untersuchung dieser Handschrift hat der Forschung wichtige Erkenntnisse beschert. Er berücksichtigte für seine Analyse zudem die Handschriften Nr. 530 und 531.

Sultan Fatihs Gedichten ist ein realistischer Ton eigen, der auf seine Persönlichkeit verweist. Zwei Verse illustrieren diesen Apsekt wie folgt:

Sâḳiyâ mey vir ki bir gün lâlezâr elden gider /
Çün irür faṣl-ı ḫazân bâġ-ı bahâr elden gider.

Her niçe zühd ü ṣalâḥa mâyil olur ḫâtırum /
Gördügümce ol nigârı ihtiyâr elden gider.

(Millet Yazma Eserler Kütüphanesi, Ali Emiri 305, 8a)

 

Kurzbiografie

Emeritus Prof. Dr. Günay Kut wurde 1939 in Bayburt geboren. Sie schloss 1961 ihr Studium der Turkologie an der Universität Istanbul mit einer Arbeit über Zâtîs Şem u Pervâne ab. 1965 promovierte sie unter der Betreuung von Ali Nihad Tarlan mit einer kritischen Edition von Ali Şîr Nevâʾîs Ġarâʾibü’s-Ṣıġar. 1982 erwarb sie den Titel der Dozentin mit einer Untersuchung und Edition der Varianten von Sehî Begs Tezkire Heşt Behişt.

Sie lehrte an der Universität Istanbul sowie an der University of Chicago (Department of Middle Eastern Languages and Civilizations). An der Boğaziçi-Universität gründete sie das Department für Türkische Sprache und Literatur und war dessen Vorsitzende. 2006 wurde sie von der Boğaziçi-Universität emeritiert.

Sie zählt zu den Mitbegründer*innen des von der Harvard-Universität herausgegebenen Journal of Turkish Studies. Sie ist Autorin von nahezu 30 Büchern, mehr als zweihundert Artikeln, über hundert Vorträgen und hat zahlreiche Master- und Doktorarbeiten betreut. Darüber hinaus leistete sie bedeutende Beiträge zur Erstellung der Kataloge der Türkischen Manuskriptbibliotheken.

2024 erhielt sie gemeinsam mit ihrer Schwester, Prof. Dr. Gönül Tekin, den Großen Preis für Kultur und Kunst des türkischen Präsidenten im Bereich Wissenschaft und Kultur. Ihre Privatbibliothek schenkte sie der Rami-Bibliothek, wo sie als „Günay-Turgut Kut İhtisas Kitaplığı“ Forschenden zur Verfügung steht. Sie setzt ihre wissenschaftlichen Arbeiten weiterhin fort.

Die Veranstaltungssprache ist Türkisch. Die Teilnahme ist kostenlos.
Für eine Teilnahme vor Ort registrieren Sie sich bitte über das untenstehende Formular.

Während der Veranstaltung werden Fotos und Videos aufgenommen. Mit der Teilnahme stimmen Sie der Nutzung dieser Aufnahmen auf der Website, im Newsletter und auf den Social-Media-Kanälen des OII zu. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

 

VERANSTALTUNGSORT
Orient-Institut Istanbul
Şahkulu Mah., Galip Dede Cad. 65, TR – 34421 Istanbul
Tel: +90 212 293 60 67
oiist@oiist.org | www.oiist.org

 

REGISTRIERUNG
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Details

Veranstalter

  • Lena Alpozan
  • Telefon +90 – 212 293 60 67
  • E-Mail alpozan@oiist.org

Veranstaltungsort